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Wussten Sie, dass Holzbriketts günstiger sind als alle anderen Brennstoffe?

Aktualisiert: 25. Jan.


TL;DR: Holzbriketts haben einen höheren Heizwert als Scheitholz, brauchen nur ¼ des Lagerplatzes und sind in Thüringen 10-30% günstiger als der Bundesdurchschnitt. Ideal für wenig Platz, sauberes Heizen und planbare Wärme. Spartipp: Palettenrabatte im Sommer nutzen.


Holzbriketts sind die unterschätzte Alternative zu Scheitholz

Holzbriketts sind komprimierte Holzpresslinge aus naturbelassenen Holzresten – ohne Bindemittel oder Chemie. Sie eignen sich für alle Holzöfen, Kamine, Kachelöfen und sogar für Grills.


Röhrenbriketts oder Rundlinge
Holzbriketts - die unterschätzte Alternative

Warum Holzbriketts eine clevere Wahl sind: Höhere Heizleistung bei weniger Verbrauch

Durch die extreme Verdichtung unter hohem Druck erreichen Holzbriketts einen Heizwert vergleichbar mit Braunkohle (4,8-5,2 kWh/kg vs. 5,0-5,7 kWh/kg). Zum Vergleich: Luftgetrocknetes Scheitholz liegt dagegen bei nur 4,0-4,2 kWh/kg. Die kompakte Form sorgt zudem für eine gleichmäßigere und längere Glutphase.


Kostenvorteil bei Holzbriketts ist eindeutig

Rechenbeispiel für eine Heizsaison in Thüringen: Ein durchschnittlicher Haushalt benötigt etwa 2-3 Tonnen Briketts pro Heizsaison für ein Einfamilienhaus (abhängig von Dämmung und Nutzung). Bei einem regionalen Preis von 300 €/Tonne ergibt das (Stand Anfang 2026):


  1. Holzbriketts: 600-900 € pro Heizsaison

  2. Scheitholz: 640-1.440 € (ohne Arbeitszeit) pro Heizsaison

  3. Braunkohle: 860-1.500 € pro Heizsaison

  4. Heizöl: 1.000-1.800 € pro Heizsaison

  5. Erdgas: 1.600-2.200 € pro Heizsaison


Holzbriketts sind günstiger als Braunkohle und Erdgas

Obwohl Braunkohle einen ähnlichen Heizwert hat (Holzbriketts 4,8-5,2 kWh/kg, Braunkohle 5,0-5,7 kWh/kg), kosten Braunkohlebriketts deutlich mehr. Grund: Die hohe CO₂-Abgabe von ca. 123 €/Tonne macht fossile Brennstoffe unattraktiv. Erdgas ist durch Netzentgelte, Steuern und CO₂-Abgabe noch teurer geworden. Holzbriketts sind dagegen CO₂-neutral und kosten daher 30-40% weniger als Braunkohle und sogar 50-60% weniger als Erdgas.


Versteckte Kosten nicht vergessen:

  • Scheitholz: Arbeitszeit für Sägen, Spalten, Stapeln, 2 Jahre Lagerplatz

  • Holzbriketts: Minimaler Zeitaufwand, nur ¼ des Lagerplatzes

  • Erdgas: Grundgebühr (150-300 €/Jahr), Wartung Gastherme, steigende Netzentgelte, ab 2045 Verbot

  • Braunkohle: Hohe CO₂-Steuer, umweltschädlich

  • Heizöl: Wartungskosten für Heizung, Tankprüfung


Holzbriketts-Verbrauch im Vergleich mit anderen Energieträgern


1 Tonne Holzbriketts entspricht:

  • 500 Liter Heizöl

  • 500 m³ Erdgas

  • ca. 1 Tonne Braunkohle

  • 4 Raummeter getrocknetes Scheitholz oder 6 Schüttraummeter Holz


Der Restfeuchtevorteil: Holzbriketts haben eine Restfeuchte von unter 10%, während selbst zweijährig gelagertes Scheitholz noch 10-20% Feuchtigkeit enthält. Jedes Prozent weniger Feuchtigkeit bedeutet mehr Heizleistung, da weniger Energie für die Verdampfung des Wassers verloren geht.


Kostenvergleich Holzbriketts gegenüber anderen Energieträgern


Aktuelle Marktpreise in Thüringen (Stand 2025):

  • Holzbriketts: ca. 280-340 €/Tonne (960 kg Palette inkl. Lieferung)

  • Braunkohlebriketts: ca. 430-500 €/Tonne (inkl. CO₂-Abgabe)

  • Scheitholz: ca. 80-120 €/Raummeter (entspricht 200-300 €/Tonne bei gleicher Heizleistung)

  • Heizöl: ca. 1,00-1,20 €/Liter

  • Erdgas: ca. 0,08-0,12 €/kWh


Holzbriketts lieferbar auf Paletten
Holzbriketts lieferbar auf Paletten

Thüringen-Vorteil: Durch die zentrale Lage in Deutschland und das gut ausgebaute Logistiknetz liegen die Preise in Thüringen oft 10-30% unter dem Bundesdurchschnitt (bundesweit: 350-500 €/Tonne). Kurze Transportwege senken die Kosten und schonen gleichzeitig die Umwelt.


Spartipps für Thüringen bei Holzbriketts

  • Bei Abnahme ganzer Paletten (960 kg) sind Rabatte von 10-15% möglich

  • Regionale Anbieter in Erfurt, Weimar, Jena oft günstiger als überregionale Händler

  • Sommereinkauf: Preise sind außerhalb der Heizsaison niedriger

  • Selbstabholung spart weitere 50-80 € Lieferkosten


Praktische Vorteile im Alltag

  • Sauber & platzsparend: Briketts benötigen nicht nur etwa ein Viertel des Lagerplatzes von Scheitholz, sie sind auch perfekt stapelbar, bleiben formstabil und entwickeln keinen Schimmel. Anders als Holzscheite ziehen sie kein Ungeziefer an – keine Holzkäfer, Spinnen oder andere Insekten im Holzlager.

  • Deutlich weniger Arbeit: Die Ascherückständesind deutlich geringer. Das bedeutet: Seltener Aschekasten leeren, weniger Reinigungsaufwand am Ofen und an der Scheibe. Der Schornstein bleibt sauberer, Versottung durch Teerablagerungen wird praktisch ausgeschlossen.

  • Konstante Qualität: Jedes Brikett hat die gleiche Größe, Dichte und Brenneigenschaften. Das macht die Befeuerung kalkulierbar – im Gegensatz zu Scheitholz, wo jedes Stück anders brennt. Besonders praktisch für automatische Beschickungssysteme in modernen Öfen.

  • Schnell & einfach: Briketts lassen sich leichter anzünden als feuchtes Scheitholz und erreichen schneller die optimale Verbrennungstemperatur. Die intensive Wärmeentwicklung beginnt bereits nach 10-15 Minuten – ideal für spontanes Heizen.

  • CO₂-neutral in der Verbrennung: Bei der Verbrennung wird nur so viel CO₂ freigesetzt, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat. Der CO₂-Kreislauf bleibt geschlossen – ein wesentlicher Vorteil gegenüber fossilen Brennstoffen.

  • Ressourcenschonende Herstellung: Holzbriketts werden aus Restholz der holzverarbeitenden Industrie hergestellt – aus Sägemehl, Hobelspänen und Holzabfällen, die sonst entsorgt werden müssten. Keine Bäume werden extra für Briketts gefällt. Die Verdichtung erfolgt unter hohem Druck ohne chemische Bindemittel – das holzeigene Lignin wirkt als natürlicher Klebstoff.

  • Zertifizierte Forstwirtschaft: PEFC-zertifizierte Briketts garantieren, dass das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, in denen mehr nachwächst als entnommen wird.

  • Asche als natürlicher Dünger: Die mineralstoffreiche Asche von unbehandelten Holzbriketts enthält Kalium, Calcium und Phosphor – wertvolle Nährstoffe für Gartenpflanzen. In Maßen ausgebracht verbessert sie den pH-Wert saurer Böden.

  • Geringere Feinstaubemissionen: Durch die niedrige Restfeuchte und gleichmäßige Verbrennung entstehen deutlich weniger Feinstaub und Ruß als bei feuchtem Scheitholz. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Nachbarschaft.


Zertifizierungen beachten

Die europäische Grundnorm DIN EN 14961-3 (aktualisiert im Juni 2021) garantiert:

  • Maximale Restfeuchte und Aschegehalt

  • Mechanische Festigkeit und Abriebfestigkeit

  • Heizwert-Mindestanforderungen

  • Schadstoffgrenzwerte


Beim Kauf auf Zertifikate achten! Nur zertifizierte Briketts garantieren gleichbleibend hohe Qualität und sichere Verbrennung.


Verschiedene Brikett-Typen für unterschiedliche Bedürfnisse


  • Röhrenbriketts (Rundlinge): Die klassische Form mit Loch in der Mitte ist die am weitesten verbreitete Variante. Das zentrale Loch sorgt für optimale Luftzirkulation und gleichmäßiges Abbrennen von innen nach außen. Durchmesser typischerweise 5-9 cm, Länge 10-30 cm. Ideal für alle Standard-Kaminöfen und Kachelöfen.

  • Rechteckbriketts: Kompakte, quaderförmige Presslinge ohne Loch. Höhere Dichte bedeutet längere Brenndauer, aber etwas langsameres Anzünden. Besonders platzsparend beim Stapeln und gut geeignet für kleinere Öfen oder als Dauerbrand über Nacht.

  • Anzündbriketts: Kleinere, oft würfelförmige Briketts, die speziell für das Anzünden optimiert sind. Teilweise mit Holzwachs oder natürlichen Anzündhilfen versehen. Nicht zu verwechseln mit Grillanzündern.


Richtig Heizen mit Holzbriketts


Die optimale Befeuerung:

  • Nie zu viele Briketts auf einmal nachlegen – 2-3 Stück reichen meist

  • Ausreichend Luftzufuhr beim Anzünden, dann regulieren

  • Nicht mit Scheitholz mischen in derselben Abbrandphase

  • Glutbett abwarten, bevor neue Briketts nachgelegt werden


Lagerung: Auch wenn Briketts weniger empfindlich sind als Scheitholz – trocken lagern ist Pflicht. Feuchtigkeit lässt sie aufquellen und mindert die Heizleistung erheblich. Ideal ist eine überdachte, belüftete Lagerung auf Europaletten.


Fazit: Wann lohnen sich Holzbriketts?


Holzbriketts sind die erste Wahl, wenn Sie:

  • Wenig Lagerplatz haben (nur ¼ des Platzes von Scheitholz)

  • Sauberes, unkompliziertes Heizen bevorzugen

  • Höchste Heizleistung bei minimalem Aufwand wünschen

  • Effizient und planbar heizen möchten

  • Keine Lust auf Holzhacken und lange Trocknungszeiten haben

  • Beim Heizen sparen wollen und lieber in den Urlaub fahren


Nicht optimal sind Briketts für:

  • Offene Kamine (Scheitholz brennt schöner ab)

  • Romantisches Knistern (Briketts sind leiser)

  • Sehr große Öfen mit hohem Durchsatz


Die clevere Kombination: Viele erfahrene Kaminbesitzer nutzen beide Brennstoffe strategisch:

  • Scheitholz für gemütliche Abende mit Flammenspiel

  • Briketts für effizientes Alltagsheizen und Dauerbrand über Nacht


Ich wünsche gutes Heizen!





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